Wirkt Kaffee auch vorbeugend gegen Alzheimer?

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Dass die gerösteten Bohnen des Kaffeestrauchs reich an gesundheitsfördernden Substanzen sind, gilt seit geraumer Zeit als bewiesen. Die in ihnen vorkommenden Antioxidantien und Vitamine erhalten die Funktionstüchtigkeit und Gesundheit unseres Körpers und wirken vorbeugend gegen eine Vielzahl von Krankheiten. Neuerdings ins Visier der Wissenschaftler gerückt ist ein essentielles Vitamin aus der B-Gruppe, das Vitamin B3, das auch unter dem Namen PP-Faktor, Vitamin B5, Niacin oder Nikotinsäure bekannt ist. Dieses wasserlösliche Vitamin kommt nicht nur in Innereien, muskulösem Fleisch, Eiern, Milchprodukten, Pilzen und Vollkornprodukte vor, sondern auch in den gerösteten Kaffeebohnen und zwar sogar in beachtlichen Mengen.
Das in den rohen Bohnen enthaltene Alkaloid „Trigonellin“ (Nicotinsfiuremethylbetain), das für den bitteren Geschmack von Kaffee verantwortlich ist, wird im Zuge des Röstvorgangs zu 75 % abgebaut, wodurch das Vitamin Nikotinsäure entsteht.

Die empfohlene Menge an Vitamin B3 hängt vom jeweiligen Energiebedarf ab und beträgt in etwa 10 – 15 mg pro Tag. Es kann leicht über die Nahrung zugeführt werden und auch der Genuss von Kaffee hilft uns dabei. Eine Tasse Espresso enthält durchschnittlich 1,5 mg Niacin und deckt somit schon rund 10% des Tagesbedarfs eines Erwachsenen ab.

Vitamin B3 spielt eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel, beim Auf- und Abbau von Proteinen, Fetten und Zuckermolekülen in unserem Körper. Es senkt den Cholesterinspiegel und ist darüber hinaus beteiligt an der Regeneration und dem Schutz unserer Haut, den Gene, der Muskeln sowie unseres Nervensystems. All diese positiven Wirkungen sind schon lange bekannt, relativ neu hingegen ist sein möglicher Einfluss auf den Verlauf einer Alzheimer Krankheit.
Anfang November ist hierzu ein Artikel im „Journal of Neuroscience“ erschienen. Forscher von der „University of California“ haben anhand von Tierversuchen mit Mäusen, die an Alzheimer leiden, festgestellt, dass das Vitamin den Verlust des Kurz- und Langzeitgedächtnis bei diesen Tieren verhindern kann und die Fähigkeit besitzt Neuronen sehr gut zu stabilisieren. Bevor es aber bei der Behandlung von Patienten tatsächlich zum Einsatz kommt, müssen noch eine ganze Reihe klinischer Studien erfolgreich abgeschlossen werden.

Wenn sich die neuesten Forschungsergebnisse auch an Patienten bestätigen lassen, dann bietet das tägliche Tässchen Kaffee gleich einen doppelten Schutz gegen den altersbedingten Gedächtnisverlust, zumal bereits das darin enthaltene Koffein uns ebenfalls vor Demenz bewahrt und uns Tag für Tag hilft unser Gehirn “fit” zu halten. „Mit den dunklen Bohnen immerzu ein helles Köpfchen!„, so oder ähnlich könnte bald das Motto von uns Kaffeegenießern lauten.

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