Dolve vita mit einem klassischen Cappuccino

Cappuccino ist neben dem Latte Macchiato und dem Espresso eines der beliebtesten Getränke Deutschlands. Er schmeckt vorzüglich, vermittelt ein italienisches Dolce vita Flair und erfüllt uns mit Lebenslust. Er wird in seinem Heimatland bevorzugt vormittags oder gleich in der Früh zum Frühstück serviert. Wir trinken ihn auch immer wieder gern unmittelbar nach dem Mittagessen oder etwas später in der Kneipe oder im Kaffeehaus zu einem Stück Kuchen.
Ob dieses köstliche Heißgetränk tatsächlich vom Mönchsorden der Kapuziner erfunden wurde, ist unklar. Das italienische Wort „Cappuccino“ bedeutet „kleine Kapuze“ (cappuccio = Kapuze) und der optimale Braunton eines Cappuccinos erinnert in der Tat an die Tracht der Kapuziner. Nicht umsonst heißt dieses Getränk in abgewandelter Form bzw. mit Zusatz von Sahne in den Wiener Kaffeehäusern auch „Kapuziner“.

Foto: Dolve vita mit einem klassischen Cappuccino

Fotoquelle: www.pixelio.de / © Elsa

Der klassische Cappuccino ist ein Milchkaffee und besteht nach original italienischem Rezept aus exakt einem Drittel Espresso, einem Drittel heißer Milch und einem Drittel aufgeschäumter Milch. Perfekt gelingt er dann, wenn man hierfür einen „Espresso lungo“ verwendet. Dieser wird mit der doppelten Menge an Wasser als der normale Espresso hergestellt. Der fachkundige Profi lässt meist nicht den Kaffee warten und beginnt die Herstellung des Cappuccinos deshalb mit dem Aufschäumen der Milch. Diese sollte möglichst halbflüssig sein und in etwa 50% Luft enthalten. Die Hälfte der Milch verbindet sich mit dem Kaffee und der Rest bleibt als Schaumkrone erhalten, die das A und O eines jeden Cappuccinos ist. Sie wird anschließend nur noch mit etwas Zimt und Schokolade- oder Kakaopulver dekoriert – oftmals mit Hilfe von Schablonen. Manchmal wird aber auch mit Kaffeetropfen ein feines Muster in den Milchschaum gezeichnet. Hier wird der Kreativität keine Grenzen gesetzt, denn wie heißt es so schön: Das Auge trinkt mit!

Wahre Puristen werden immer das Original bevorzugen und es stilgetreu aus einer mittelgroßen, echten Cappuccinotasse trinken. Diese besteht meist aus relativ dickem Porzellan und hat ein Fassungsvermögen von etwa 150 bis 200 ml. Auch das kleine Süßgebäck auf der Untertasse ist Pflicht. In Italien handelt es sich dabei meist um ein Amarettini aus Eischnee, Zucker und Mandeln.

Es gibt aber noch einige durchaus interessante Cappuccinovarianten, die vielleicht dem einen oder anderen Kaffeegenießer sogar noch besser schmecken als das Original:

  • Der Cappuccino scuro enthält meist die doppelte Menge Espresso und dafür weniger Milch. Er mundet also deutlich kräftiger als der normale Cappuccino.
  • Beim Cappuccino chiaro wurde das Verhältnis zwischen Espresso und Milch umgedreht und dadurch schmeckt er besonders mild und leicht.
  • Beim Cappuccino con panna wird anstelle von aufgeschäumter Milch Sahne verwendet. Es ist die kalorienreichste Cappuccinovariante und entspricht dem in österreichschen Kaffeehäusern servierten „Kapuziner“.
  • Beim Cappuccino senza fiuma wird die aufgeschäumte Milch weggelassen.
  • Der Cappuccino freddo ist die kalte Variante des Cappuccinos.

Eine Reaktion zu “ Dolve vita mit einem klassischen Cappuccino ”

  1. Lars

    Ich wusste gar nicht, dass es so viele verschiedene Varianten von Cappuccino gibt!
    Sehr interessant.

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