Der sagenhafte Latte Macchiato

Latte macchiato hat sich in den letzten Jahren zu dem Trendkaffee schlechthin entwickelt. Die Aufmerksamkeit, die einst der Espresso oder Cappuccino in den Kaffeehäusern weltweit erregten, bekommt heute dieses optisch ausgesprochen reizvolle und meist in einem durchsichtigen hohen Glas servierte Heißgetränk. Hier „trinkt“ das Auge mit!

Der sagenhafte Latte MacchiatoLatte“ heißt übersetzt „Milch“ und das Wort „Macchiato“ stammt ebenfalls aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie „markiert“ oder „gefleckt“. Es handelt sich also um eine Milch, die sozusagen mit Espresso „markiert“ wurde, ganz im Gegensatz zum Caffè Macchiato (auch „Espresso Macchiato“ genannt), bei dem der Espresso mit etwas Milch „gefleckt“ wird. Latte Macchiato enthält ähnlich wie der Milchkaffee einen überdurchschnittlichen Anteil an Milch. Er wurde ursprünglich in Italien extra für Kinder zubereitet, damit diese den Erwachsenen bei der Kaffeepause nicht zuschauen müssen und trotzdem möglichst wenig Koffein zu sich nehmen. Ob es „der“ oder „die“ Latte Macchiato heißt, darüber streiten sich die Experten, zumal man auf Deutsch „die Milch“ sagt und in Italien „il latte“ („der Milch„). Der neuen deutschen Rechtschreibung und Grammatik zufolge und laut Duden sind aber beide Varianten zulässig und korrekt.

Genau betrachtet ist Latte Macchiato nichts anderes als viel aufgeschäumte Milch, in die ein starker Espresso so behutsam gegossen wird, dass die farblich unterschiedlichen Schichten im Glas erhalten bleiben. Eine Kunst die gelernt sein will! Der perfekte Latte Macchiato besteht demzufolge aus drei Schichten: unten am Boden eine weiße Schicht aus Milch, darüber der dunkelbraune Espresso und ganz oben wieder eine weiße Schicht aus Milchschaum, die mit einer Prise Zimt oder mit Kakaopulver verziert wird.
Wie aus dem Bilderbuch gelingt er am besten, in dem man die mit einem Milchschäumer oder Schneebesen aufgeschäumte Milch kurz in dem Glas absetzen lässt und erst dann den Espresso sehr langsam und am besten ringförmig dazugießt. Eine große Hilfe für Anfänger kann hierbei auch ein langer Löffel sein, über den man den Espresso langsam eingießt.

Latte Macchiato gibt es in vielerlei Varianten und wird beispielsweise auch als Caramel Macchiato serviert. Wichtig ist dabei aber eines zu berücksichtigen: Der Espresso wird durch die Zugabe von Karamell, Schoko- oder Haselnusssirup sowie Vanillearoma schwerer als die Milch selbst und sinkt zu Boden – das Ende der schönen, für einen Latte Macchiato so typischen Schichten! D.h. wer ein Heißgetränk mit zusätzlichen Aromen möchte, sollte diese unbedingt der Milch beifügen. Ein kleiner Trick, aber wer das beherzigt, dem wird die Latte Macchiato auch zu Hause perfekt gelingen!

Fotoquelle: www.pixelio.de
Fotograf: BrandtMarke

4 Reaktionen zu “ Der sagenhafte Latte Macchiato ”

  1. Der Barista - ein Berufsbild im Aufschwung

    […] Vielzahl an unterschiedlichen Zubereitungsarten, die es schon gibt – darunter beispielsweise der Latte Macchiatto, der Cappuccino, der Espresso, der Pharisäer oder die Melange. Ein Barista weiß nicht nur, wie […]

  2. Dolve vita mit einem klassischen Cappuccino

    […] ist neben dem Latte Macchiato und dem Espresso eines der beliebtesten Getränke Deutschlands. Er schmeckt vorzüglich, vermittelt […]

  3. Daniel

    Habe auch die Erfahrung gemacht das die Schichten mit Aroma Sirup nicht so gut entstehen deshalb habe ich es mal mit aromatisierten Kaffee ausprobiert und ein super erfolg.

  4. Lilli

    Ich habe ganz lange dafür gebraucht, dass ich den Latte Macchiato mit den drei Schichten hinbekommen habe! Das ist wirklich eine Kunst für sich! Aber er schmeckt einfach lecker! Am liebsten mache ich Zimt oben drauf, dann schmeckt der Schaum gleich viel süßer :)

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