Wie gut sind Kaffeemaschinen wirklich?
Automatische Kaffeemaschinen gibt es seit knapp 200 Jahren. Die erste patentierte moderne Filtermaschine kam 1954 auf den Markt und in den 1970er Jahren entwickelte sie sich zu einer preisgünstigen Massenware. In Deutschland werden alljährlich an die 7 Mio. Kaffeemaschinen verkauft. In mehr als 90% aller Haushalte steht solch ein Gerät und in so gut wie jedem Büro. Der meiste Kaffee, den wir trinken, wird auf diese Art und Weise zubereitet. Aber wie gut sind Kaffeemaschinen wirklich?
Kaffeemaschinen sind in erster Linie bequem, einfach und schnell. Und man kann während der Kaffeezubereitung einiges erledigen, sei es die morgendliche Schönheitspflege oder das Decken des Frühstücktischs. Ein mit der Hand gefilterter Kaffee wird meist besser schmecken, aber diese Methode ist deutlich mühsamer und somit wenig verbreitet.
Die klassische Haushaltskaffeemaschine besteht aus einem Wasserbehälter, einem Durchlauferhitzer sowie einem Filterhalter und einem Auffanggefäß für das fertige Getränk. In Kaffeemaschinen findet eine so genannte „Heißextraktion“ statt. Hierbei wird zunächst das Wasser erhitzt, dann auf das gemahlene Kaffeepulver in einem Filter getröpfelt und in einer Kanne auf einer Wärmeplatte aufgefangen. Die Wasser- und Kaffeemenge können hierbei händisch dosiert werden, eine Tatsache, die Kaffeemaschinen von Kaffeevollautomaten unterscheidet. Letztere dosieren die Mischung selbstständig und entsorgen den Kaffeesatz anschließend in einem extra Behälter.
Die Art der Zubereitung ist entscheidend, wie viel Aroma aus der guten Bohne letztendlich in unsere Kaffeetasse gelangt. Nach mühsamer Ernte, aufwändigem Sortier- und Röstprozess und kostspieliger Lagerung sowie Verpackung geht nicht selten im allerletzten Schritt, während der Zubereitung des Kaffees, das Beste aus der Bohne verloren.
Die heißen Wassertropfen umspülen die feinen Kaffeepulverpartikel, quellen sie zum Teil auf und entziehen ihnen die wasserlöslichen Bestandteile per Diffusion. Der Kaffeefilter hält den Kaffeesatz und einen Großteil der darin gelösten Kaffeeöle wirksam zurück. Je nach Geschwindigkeit und Wassertemperatur lösen sich mehr oder weniger Aroma- und Bitterstoffe aus dem Kaffeemehl. D.h. wir sind der Funktionstüchtigkeit unserer Kaffeemaschine voll und ganz ausgeliefert.
Tipp: Für ein möglichst gutes Verwöhnaroma sollten Kaffeemaschinen auf jeden Fall regelmäßig gereinigt und entkalkt werden. Bei Auffangbehältern aus Glas, muss der Kaffee sofort getrunken werden, in Thermoskannen ähnlichen Gefäßen behält er sein Aroma etwas länger.
Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich Kaffeepadmaschinen, die ähnlich wie Espressomaschinen das Wasser durch das Kaffeepulver pressen. Der Druck ist bei den Padmaschinen jedoch weitaus geringer und es kann weder die Wassermenge noch die Durchlaufzeit beeinflusst werden, so dass die Qualität und Genießbarkeit des Gebräus ganz allein von der Qualität des Geräts und des Ausgangsmaterials abhängen. Und das sind in diesem Fall vorgefertigte Pads. Kaffeepadmaschinen dürfen also keinesfalls mit echten Espressomaschinen verglichen werden und sind im Prinzip kaum anders als eine gewöhnliche Kaffeemaschine. Auch mit den so genannten „Espressopads“ wird man niemals einen richtig guten Espresso zubereiten können.
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Informationen zum Artikel:
- Geschrieben am Montag, den 15. Oktober 2007
- Kategorie: Kaffee-Allgemein, Kaffee-Zubereitung
- Tags: Espresso, Espresso Kaffee, Espressomaschine, Espressomaschinen, Getränk, Kaffee, Kaffeemaschinen, Kaffeemehl, Kaffeepulver, Kaffeesatz, Pulver
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