Der Kaffeeanbau

Der Kaffeestrauch

Kaffeesträucher gehören der Familie der Rötegewächse an, den sogenannten Rubiaceae. Die Artenvielfalt der Coffea Gattung ist groß, aber nur vier von den 90 Arten werden zur Gewinnung von Kaffee herangezogen. Coffea Arabica (Kaffee Arabica) und Coffea Canephora (Kaffee Robusta) sind die beiden wichtigsten, die Arten Coffea Excelsa und Coffea Liberica sind deutlich weniger beliebt.
Der KaffeeanbauAus den befruchteten, nach Jasmin duftenden, weißen, sternförmigen Blüten des Kaffeestrauchs bilden sich nach einigen Monaten kirschenähnliche Steinfrüchte. Anfangs noch grün, wechseln sie ihre Farbe bald von gelb auf leuchtend rot. Die uns vertrauten Kaffeebohnen sind die Samen im Inneren der reifen roten Früchte. Im Rohzustand umgibt sie ein Silberhäutchen bzw. Pergamenthäutchen, so dass die Bohnen weißlich erscheinen.
Am besten gedeihen die bis zu 4 m hohen, sehr anspruchsvollen Pflanzen in einem milden, feuchten Klima mit konstanten Temperaturen zwischen 20 und 25°C. Ideale Wachstumsbedingungen finden sie zwischen dem 10. Grad nördlicher und südlicher Breite, bevorzugt in einer Seehöhe zwischen 400 und 2000 Metern. Nicht nur Temperaturen unter 10°C machen Kaffeesträuchern zu schaffen, sondern auch zuviel Sonne, so dass sie häufig zwischen Schatten spendenden Bananenstauden kultiviert werden. Die Beschaffenheit des Erdbodens spielt ebenfalls eine große Rolle für eine erfolgreiche Ernte und das perfekte Aroma der Bohnen.

Die Ernte

Die Ernte der reifen Früchte erfolgt meist einmal jährlich, in manchen Anbaugebieten sogar zweimal. In den nördlichen Breiten wird in den Monaten September bis Dezember geerntet, im Süden des Äquators zwischen April und August. Direkt am Äquator ist die Ernte zu allen Jahreszeiten möglich.
Der Ernteprozess ist in der Regel eher langwierig und dauert an die 10-12 Wochen, weil die Früchte eines Strauchs leider nicht alle zeitgleich reif werden. Aus diesem Grund ist auch eine manuelle Ernte (Picking Methode) nicht zu vergleichen mit einer maschinellen Ernte (Stripping Methode), die nicht zwischen den reifen und unreifen Kaffeefrüchten zu unterscheiden vermag. Entsprechend schwankt die Qualität von nicht händisch geernteten Kaffeebohnen, die auch hinterher nicht mehr nachsortiert wurden. Selektiv handgepflückt wird beispielsweise der hochqualitative Arabica-Kaffee.

Fotoquelle: pixelio.de
Fotograf: aropena

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